Après-Ski: Von der Piste auf die Piste

Après-Ski macht den Wintersporturlaub perfekt

Kein Ski-Urlaub ohne Après-Ski! Und natürlich auch kein Snowboard-Trip ohne entsprechendes Partyvergnügen im Anschluss. Ob zünftige Hütten-Gaudi, Chillout mit Champagner oder Feiern im Szene-Club, für viele Wintersportler ist Après-Ski ein ebenso notwendiger Bestandteil des Winterurlaubs wie der Schnee auf den Hängen. Après-Ski ist im Übrigen kein neues Phänomen – der Begriff fand bereits im 19. Jahrhundert Verwendung. Allerdings ist die typische Après-Ski-Kultur, die sich insbesondere in Österreich, aber auch in den benachbarten Alpenländern entwickelt hat, ein Produkt des 20. Jahrhunderts. (Das) Après-Ski meint heutzutage den mehr oder weniger exzessiven Umtrunk nach der letzten Abfahrt, vorzugsweise in einer mit Après-Ski-Musik beschallten Location. Wichtige Merkmale: Im Gegensatz zum sonstigen Party-Leben beginnt Après-Ski früher und endet meist (aber nicht immer) ebenfalls früher; außerdem wird in Skikleidung oder aber legerer Winterkleidung anstatt in Cocktailkleid und High Heels gefeiert.

Entstanden sind Begriff und Tradition des Après-Ski bereits Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Französische Wintersportler, die in Österreich ihren Ski-Urlaub verbrachten, bezeichneten mit Après-Ski den gemütlichen Ausklang des auf Skiern verbrachten Tags: Abends ließ man sich in geselliger Runde und begleitet von gutem Wein ein leckeres Essen schmecken und dabei den Urlaubstag Revue passieren. Die österreichischen Gastwirte übernahmen den französischen Begriff, der in Folge allerdings seine ursprüngliche Bedeutung verlor. Heute werden unter Après-Ski vor allem mehr oder weniger ausgelassenes Feiern zu Live- oder DJ-Musik und der Genuss alkoholischer Getränke nach dem Ski- oder Snowboardfahren verstanden. Dabei umfasst Après-Ski nicht nur den Einkehrschwung unmittelbar nach der letzten Abfahrt, sondern meist auch das weitere abendliche Party-Programm. Gefeiert wird in Skihütten direkt an der Piste oder gar auf dem Gipfel sowie zu späterer Stunde in Clubs, Schirmbars und Gasthäusern in der Ortschaft.

Heiß und heftig: Die traditionellen Getränke beim Après-Ski enthalten viel Alkohol und werden heiß getrunken – beides soll dem Kältegefühl entgegenwirken. Zu den bekanntesten Drinks gehören Jagertee (Schwarztee und Inländer-Rum) und Glühwein. Mittlerweile werden beim Après-Ski aber auch gerne Bier und Wein konsumiert. Beliebt sind außerdem Mischungen aus Spirituosen und Energy-Drinks.

Zwar gelten Schlager- und Volks- sowie Dance-Musik, die sich durch eingängige Melodien und tanzbare Rhythmen auszeichnen, als typisch für Après-Ski-Musik, doch gibt es in den größeren Wintersportorten immer mehr Bars und Clubs, die auch andere Musikgeschmäcker bedienen und entsprechend Rock, Blues oder Jazz spielen. Der Austropop-Song „Schifoan“ aus dem Jahr 1976 zählt sowohl in der Originalversion von Wolfgang Ambros als auch in den modernen, besonders tanzbaren und damit speziell für Parties geeigneten Cover-Versionen zu den bekanntesten Ski-Hymnen. Die Setlists der großen Veranstaltungen und Après-Ski-Festivals bestimmt meist Electro in verschiedenen Spielarten.

Feiern und flirten: Zweifellos die heißesten Après-Ski-Partys feiert man in Österreich. Wenn du wissen willst, wo es besonders hoch her geht, dann wirf einen Blick in unsere Auswahl der besten Après-Ski Hotspots in den Alpen. Tipps für die Nachbarländer haben wir auch!

Ischgl

Nicht ohne Grund heißt es das „Ibiza der Alpen“: Ischgl (im grenzübergreifenden Skigebiet der Silvretta Arena Ischgl-Samnaun) gilt als DER Party Hotspot für Après-Ski überhaupt. Bis zum Abend wird hier nicht gewartet, sondern in den Hütten direkt an der Piste bereits mittags gefeiert. Ab dem späten Nachmittag verlagert sich die Action ins Tal: Während draußen die Temperaturen sinken, steigt in den Bars und Discos das Stimmungsbarometer, insbesondere, wenn bekannte DJs auflegen oder Live-Bands spielen. Highlight der Saison sind die Top of the Mountain Concerts mit internationalen Top Acts, die zum Saisonstart und -abschluss sowie zu Ostern stattfinden.

St. Anton am Arlberg

Après-Ski-Party bis in die frühen Morgenstunden erwartet dich auch in St. Anton am Arlberg. Los geht es in der Après-Ski-Bar direkt im Skigebiet, gegen Abend ziehen die Feierlustigen weiter in die Bars und Clubs im Ort. Das musikalische Programm reicht von Livemusik über zünftige Volksmusik und Schlager-Hits bis zu Rockmusik und beim Essen kannst du nicht nur regionale Spezialitäten, sondern auch indische und asiatische Küche genießen.

Kitzbühel

Nach wie vor ist Kitzbühel der Inbegriff der mondänen Wintersport-Destination. Kein Wunder, dass der Ort sich auch bei der internationalen Prominenz großer Beliebtheit erfreut – nirgendwo in Österreich ist der Promi-Faktor so hoch wie hier. Sowohl auf der Piste als auch beim Après-Ski kannst du in Kitzbühel den einen oder anderen VIP antreffen, vor allem natürlich bei hochkarätigen Sport-Events wie dem berühmten Hahnenkamm-Rennen im Januar. Statt Jagertee trinkt man natürlich auch gern Champagner.

Sölden

Sölden im Tiroler Ötztal gilt nicht nur als Hotspot für Pisten-Cracks, sondern auch als Party-Hochburg des Après-Ski. In den Hütten und Schirmbars im Skigebiet herrscht ab dem frühen Nachmittag Feierlaune, die abends in den Clubs an der Dorfstraße noch eine Steigerung erfährt. Neben österreichischer Volksmusik und Schlagern bekommst du dort Dance-Musik vom Feinsten serviert. Extrem cool – im wörtlichen Sinne! – ist das Electric Mountain Festival in Sölden, bei dem alljährlich im April angesagte DJs auflegen – und zwar auf einer Bühne mitten im Schnee, unter freiem Himmel und auf 2.200 Meter Höhe.

Mayrhofen

Den besten Après-Ski im Zillertal erlebst du in Mayrhofen. Jede Menge Bars direkt an der Piste locken bereits vor der letzten Abfahrt mit heißen und hochprozentigen Getränken. Abends kannst du dich im historischen Ortskern auf eine malerische Kulisse und ausgelassene Partystimmung freuen. Durch die Discos, Clubs und Bars lässt sich bis zum nächsten Morgen weiterziehen, ohne dass Langeweile aufkommt.

Saalbach-Hinterglemm

Ein weiterer Après-Ski Hotspot ist Saalbach-Hinterglemm im Salzburger Land. Rustikale Skihütten und gemütliche Pubs, Schnee-Bars, Discos und Clubs bieten jede Menge Auswahlmöglichkeit, je nachdem, ob du eine eher traditionelle Stimmung oder eine stylische Atmosphäre bevorzugst. Zwischendurch stärkst du dich mit Schmankerln wie Kasnocken oder Speckknödeln.

Keine Frage: In puncto Après-Ski-Destinationen hat Österreich den benachbarten Alpenländern einiges voraus. Doch auch in der Schweiz, Frankreich und Italien lässt sich Après-Ski genießen, auch wenn es meist etwas ruhiger zugeht. Verbier im Skigebiet Les Quatre Vallées wartet neben schneesicheren Pisten mit diversen Skihütten und Bars auf, in denen ab dem Nachmittag gefeiert wird, und gilt als bestes Après-Ski-Ziel in der Schweiz. Auch Zermatt und Davos in Graubünden etablieren sich als Hotspots. Das französische Val Thorens ist nicht nur Europas höchstgelegener Skiort, sondern auch Frankreichs angesagteste Destination fürs Après-Ski-Vergnügen, während in Italien das lombardische Livigno partybegeisterte Wintersportler anzieht.

Mit dem österreichischen Après-Ski können in puncto Menge (der Locations, des Publikums und der anzutreffenden Prominenz) zwar auch die deutschen Skiregionen nicht mithalten – doch es gibt durchaus einige Destinationen, in denen du neben und nach der Piste feiern kannst. So gibt es in den Skigebieten Garmisch Classic und Zugspitze nicht nur die besten und schneesichersten Abfahrten Deutschlands, sondern auch urige Skihütten, niveauvolle Restaurants und Café-Bars, die hungrige und durstige Skifahrer mit Speis und Trank versorgen. Das Nightlife findet anschließend in den Clubs des Ortes Garmisch statt.

Die Après-Ski-Hochburg Deutschlands befindet sich allerdings nicht in Bayern, sondern im Hochsauerland, genauer gesagt rund um den Ettelsberg in Willingen. Eine Schneegarantie gibt es hier im Mittelgebirge natürlich nicht, dafür aber in den gut besuchten Hütten die definitive Party-Garantie. Die Pisten des benachbarten Skiliftkarussells Winter bieten dank maschineller Beschneiung auch bei ausbleibendem Schneefall grandiosen Abfahrtspaß; ein tolles Après-Ski-Feeling erlebst du hier vor allem an den Flutlichtabenden.

Ohne hier den Spielverderber geben zu wollen: In puncto Gesundheit ist allzu exzessives Après-Ski durchaus nicht ohne Risiken. Die Kombination von Alkohol, Sport und Höhenluft kann für deinen Körper eine ziemliche Belastung darstellen und am nächsten Tag einen ordentlichen Kater zur Folge haben. Wer ambitioniert auf Bestleistungen hin trainiert, sollte sich daher beim Après-Ski besser zurückhalten. Für alle anderen gilt: Kenne deine Grenzen – und beherzige die folgenden Dos und Don’ts, um unbeschwert zu feiern und zu fahren.


Don’ts

Dos


Alkoholisiert Auto fahren: Don’t drink and drive ist eine Grundregel, die immer und überall gilt. Das bedeutet, dass du beim Après-Ski entweder komplett auf alkoholische Getränke verzichtest und auf Softdrinks und Co. ausweichst oder dass mit dem Taxi und nicht mit dem eigenen Auto der Rückweg in die Unterkunft angetreten wird.


Bist du in der Gruppe unterwegs, könnt ihr für jeden Urlaubstag einen Fahrer bestimmen – so kommt jeder einmal an die Reihe und alle anderen dürfen beim Après-Ski unbesorgt feiern.


Alkoholisiert Ski oder Snowboard fahren. Analog bedeutet das: Don’t drink and ski! Schließlich heißt Après-Ski nicht ohne Grund „nach dem Ski“. Selbst nach einem einzigen Bier ist deine Reaktionszeit deutlich verlängert und damit die Sturz- und Unfallgefahr erhöht. Im Rausch überschätzen viele zudem ihr Können auf den Brettern.


Wer nicht erst im Tal den ersten Jagertee trinken möchte, nutzt auf dem Rückweg die Bergbahn.


Soviel trinken, dass du den nächsten Tag im Hangover anstatt auf dem Hang verbringst.


Um dem Absturz plus nachfolgendem Kater entgegenzuwirken, empfehlen Ski- und Après-Ski-Pros verschiedene Strategien: Du kannst dir beispielsweise vornehmen, nach dem Abendessen keinen Alkohol mehr zu trinken – dann sollte dein Körper bis zum nächsten Morgen ausreichend Zeit zur Regeneration haben. Ein hilfreicher Tipp ist auch, nach jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser zu trinken – so beugst du zumindest Kopfschmerzen vor. Ebenfalls sinnvoll: Intensives Après-Ski auf den letzten und/oder vorletzten Urlaubstag verlegen.


In zu leichter Kleidung feiern gehen: Gerade der Genuss alkoholischer Getränke nach körperlichem Auspowern erzeugt die Illusion von Wärme – doch zu dünne Klamotten können dir eine Erkältung bescheren, mit der du den Rest des Skiurlaubs im Bett verbringst.


Kleide dich nach dem Zwiebelprinzip – und scheue dich nicht, mit warmer Skihose und Jacke/Mantel in die Après-Ski-Bar einzukehren!


Sonnenschutz vergessen: Auf einer gemütlichen Liege lässt sich in der Panorama-Bar ganz besonders gut relaxen und die Nachmittagssonne genießen. Jedoch ist im Hochgebirge auch während der Wintermonate die Gefahr der UV-Strahlung nicht zu unterschätzen.


Eincremen: Denk nicht nur beim Skifahren, sondern auch beim Après-Ski unter freiem Himmel an Sonnencreme und Sunblocker sowie eine spezielle Lippenpflege.

Schick in Strick: Knitwear ist einfach unschlagbar gemütlich und vor allem dann optimal für winterliche Events geeignet, wenn viel wärmende Wolle im Garn enthalten ist. Ein Klassiker, der sowohl beim Après-Ski als auch zu Hause beim Loungen getragen werden kann, ist der Norwegerpullover – den gibt’s übrigens in einer Vielzahl an Varianten für Männer und Frauen.

Après-Ski Outfits für Damen und Mädels

Soll es etwas eleganter sein, entscheiden Mädels sich für einen Damen-Pullover aus Feinstrick oder einen Cardigan, der sich prima mit sportlicher Steghose, warmen Leggings oder einer Damen-Jeans im Slim Fit Style ergänzen lässt. Auch ein Kleid aus Strick plus blickdichte Strumpfhose und Stiefel machen auf der Après-Ski-Party eine gute Figur. Die Damen-Stiefel und -Boots sind, dem Anlass und der Witterung entsprechend, am besten gefüttert und mit einem bequemen, flachen Absatz ausgestattet. Rustikal und edel wirken Stiefel mit Lammfell, doch auch die klobigen Moonboots darfst du beim Après-Ski tragen. Eine Daunenjacke für Damen mit Kapuze und Taillengürtel vervollständigt den sportlich-femininen Look. Mit passenden Accessoires – Mütze, Schal, Handschuhe – trotzt du Wind und Wetter und gibst deinem Styling eine individuelle Note: Während bei Hosen, Pullis und Jacken eher dezente Farben wie Beige, Grau und Greige angesagt sind, können Damen-Strickmütze und Co. gern etwas bunter ausfallen und sich mit witzigen oder glamourösen Details – Puschel, Pailletten, Glitzergarn – schmücken. Perfekt zum Après-Ski passt natürlich die Farbe Weiß in allen Erscheinungsformen von Schneeweiß über Offwhite zu Creme.

Findet der Après-Ski-Umtrunk in der kleinen Gruppe ganz privat auf der Hütte statt, fällt auch das Outfit entsprechend zwanglos aus. Super komfortabel ist beispielsweise die Kombination von Strickkleid oder Oversize Pullover plus Leggings oder wärmender Strumpfhose. An die Füße gehören am stilvollsten echte Hüttenschuhe – extra dicke, flauschige Socken tun’s aber auch.


Après-Ski Outfits für Herren und Burschen

Auch Männer sind mit einem Strickpullover optimal gestylt fürs Après-Ski-Event. Ein Grobstrickpulli wirkt kernig und rustikal, ein Modell aus Feinstrick sieht schicker aus – wofür du dich entscheidest, hängt von der Location und deinem persönlichen Geschmack ab. Gib Herren-Pullovern aus natürlicher Wolle den Vorzug – erstens wärmen sie besser und zweitens sehen sie viel edler aus als alle Varianten aus Kunstfasern. Ein mustergültiger Vertreter der Après-Ski-Mode ist der Norwegerpulli – bleibt keine Zeit zum Umziehen, trägst du ihn zu deiner Herren-Skihose, andernfalls passen Jeans für Herren perfekt dazu. Accessoires wie Handschuhe mit Leder-Details und eine Mütze mit Fell- oder Kunstfell-Besatz unterstreichen dein modisches Gespür. Auf das Schuhwerk kommt es ganz besonders an: Wähle daher qualitativ hochwertige Herren-Stiefel, die dich trocken und warm halten und gleichzeitig für einen stilsicheren Auftritt sorgen. Schnürboots mit warmem Futter und dekorativem Fellbesatz eignen sich ideal.

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