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Funktionell, Stylisch, Nachhaltig: Das richtige Wanderoutfit & Neuheiten

Die Wandersaison ist schon längst eröffnet und du wolltest schon immer wissen, was das perfekte Wanderoutfit ausmacht? Dann erfährst du hier alles rund um Kleidung und Equipment für den Ausflug in die Berge. Außerdem stellen wir dir ein paar spannende Saisonneuheiten vor ...

AM 13.05.2022 

Wandern Outfit Rucksack Deuter
© Deuter: Der Futura Wanderrucksack

Das gute Wetter macht wieder richtig Lust aufs Wandern. Bevor du zum ersten Ausflug in die Berge aufbrichst, machen wir gemeinsam mit dir Bestandsaufnahme im Kleiderschrank. In diesem Blogbeitrag haben wir dir bereits im Detail erklärt, worauf es bei der Wahl des richtigen Wanderschuhs ankommt. Und hier kannst du nachlesen, wie du deinen Rucksack richtig packst. Heute dreht sich nun alles um die Wanderbekleidung - Hosen, Shirts und Jacken - sowie Wanderequipment wie Rucksack und Stöcke: Was ist die richtige Wahl für den perfekten Tag am Berg?

Lagenlook und Bewegungsfreiheit: Das Wanderoutfit

Ähnlich wie die Wanderschuhe muss dein Wanderoutfit vor allem eines erfüllen: Du musst dich wohlfühlen! Und wohl fühlt man sich in der Regel, wenn man trocken ist, nicht zu sehr schwitzt und nicht friert. Deshalb sollte dein Wanderoutfit funktional und qualitativ hochwertig sein.

Grundsätzlich gilt: Die Bergwettervorhersage (zum Beispiel über den Deutschen Alpenverein oder Bergfex) hilft dir bei der Einschätzung, was und wie viel du anziehen oder mitnehmen solltest. Bitte berücksichtige, dass sich die Bedingungen am Berg innerhalb von Minuten massiv verändern können und packe lieber eine Schicht zu viel in den Rucksack.

Wanderer vor Bergsee

Die richtige Wanderhose

In der Regel bewegt man beim Wandern die Beine mehr als den Oberkörper. Deshalb muss deine Wanderhose atmungsaktiv sein und genügend Bewegungsfreiheit bieten. Bei kühleren Temperaturen solltest du die Möglichkeit haben unter der Wanderhose Tights oder lange Unterwäsche zu tragen. Darüber hinaus sollte deine Wanderhose strapazierfähig und stabil sein, dann kannst du dich damit auch mal auf den Boden setzen und ärgerst dich nicht, wenn Matsch auf die Hose spritzt.

Bei wechselhaftem Wetter empfiehlt sich eine Zipphose, die sich durch Abtrennen der Hosenbeine in eine kurze Hose verwandeln lassen. Wenn der Wetterbericht Dauerregen vorhersagt und man vielleicht sogar mehrere Tage unterwegs ist, kann eine wasserdichte Regenhose über der Wanderhose oder – bei wärmeren Temperaturen – der Tights getragen werden. 

Produkttipp 1: Vaude Farley Stretch Pants

Abgefahrene Wanderhosen - im wahrsten Sinne des Wortes - gibt es bei Vaude: Der Hersteller hat kürzlich recycelte Wanderhosen aus Altreifen auf den Markt gebracht und überzeugt dadurch in puncto Nachhaltigkeit. Bei der Herstellung werden rund 60% an CO2-Emissionen eingespart. Und nicht nur das: Sie besitzt ein robustes Material, ein zeitloses Design und ist zudem einfach reparierbar - so kann der Wanderspaß lange anhalten.

Vaude Farley Stretch Pants
© Vaude

Produkttipp 2: Patagonia Altvia

Eine vollwertige, leichte Wanderhose mit hoher Robustheit für lange, alpine Felsrouten und ausgedehnte Touren oberhalb der Baumgrenze, findest du zudem in der neuen Altvia Softshellhose von Patagonia. Das leichte Material aus Recyclingpolyester und Elastan bietet besten Stretch für volle Beweglichkeit; robuste Einsätze aus Recycling-Nylon und Recycling-Elastan verleihen zusätzlichen Schutz gegen rauen Fels. Eine PFC-freie DWR Imprägnierung (dauerhaft wasserabweisend ohne perfluorierte Chemikalien) weist Nässe ab und hält trocken. Außerdem ist die Hose Fair Trade Certified™-konfektioniert.

Patagonia Altvia Softshellhosen
© Patagonia

Shirt, Jacke & Co.: Zwiebelprinzip am Oberkörper

Für den Oberkörper gilt: Lagenlook! Weil sich Rumpf und Arme beim Wandern in der Regel wenig bewegen, empfiehlt sich das Zwiebelprinzip:


Erste Schicht: Funktionsunterwäsche

Funktionsshirts oder Funktionsunterwäsche sorgen mit einem Materialmix aus Kunstfasern und Wolle (z.B. hochfunktionaler Merinowolle) dafür, dass sich der Schweiß nicht auf der Haut sammelt oder zu stark riecht. Tipp: Ein zweites Shirt im Rucksack kann echter Luxus sein. Wenn du verschwitzt am Gipfel oder in der Hütte ankommst, kannst du kurz das Shirt wechseln und frierst nicht.


Zweite Schicht: Wärme und Isolation

Die zweite Lage ist für die nötige Wärme zuständig. Je nach Wettervorhersage und persönlichen Vorlieben können gut ausgestattete Wanderer zwischen funktionalen Pullovern, Fleecejacken oder Hemden beziehungsweise Blusen wählen. Außerdem kann eine Softshelljacke die zweite Schicht komplementieren oder, bei nicht allzu schlechten Witterungsverhältnissen, die dritte Schicht ersetzen. Denn die Softshelljacke ist je nach Hersteller so beschichtet, dass sie vor Wind schützt, wasserabweisend und atmungsaktiv ist. Je nach Jahreszeit sind auch Softshellwesten, die den Rumpf warm halten aber den Armen genug Bewegungsfreiheit bieten, eine beliebte Alternative.


Tipp: Achte gerade auf Mehrtagestouren in Bezug auf Gewicht und Trocknungszeit auf die Materialzusammenstellung der einzelnen Stücke. Einen nützlichen Guide, der dir die verschiedenen Funktionsstoffe näherbringt, findest du hier.

Vaude Farley Stretch Pants Wanderhosen
© Vaude - Farley Stretch Pants

Dritte Schicht: Bei Wind und Wetter

Für die dritte Lage, die sogenannte Wetterschicht, ist besonders bei unsicheren Witterungsverhältnissen der Griff zur Hardshelljacke die richtige Wahl. Denn Hardshelljacken sind der Nummer Eins Regenschutz für Wanderer. Sie sind mit GORE-TEX oder einer anderen Membran, einer Kapuze und Ventilationsöffnungen ausgestattet und damit zuverlässig wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv. Je nach Einsatzzweck und Hersteller sind sie unterschiedlich strapazierfähig und leichtgewichtig. Weil es beim Wandern oft unpraktisch ist, einen Regenschirm mit sich herumzutragen, gehört eine Hardshelljacke mit auf jede Wandertour, bei der Niederschlag wahrscheinlich ist.

Mehr Infos zum sogenannten Zwiebellook findest du auch in diesem Blogartikel. Und wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, ob du den Unterschied zwischen Softshell und Hardshell verstanden hast, gibt's auch hier darüber einen detaillierteren Beitrag.

Du suchst speziell nach einem Wanderoutfit für den Sommer bei warmen bis heißen Temperaturen? Dann gibt's hier wichtige Outfittipps.

Der richtige Rucksack

Welcher Rucksack richtig für deinen Einsatzzweck ist, richtet sich u.a. nach dem Volumen:

  • Daypacks (15-20 Liter) sind für einfache und kurze Wanderungen designt, bei denen du nur etwas zu trinken, einen kleinen Snack und eine leichte Jacke mitnehmen möchtest. 
  • Wanderrucksäcke (20–30 Liter) geben dir genug Stauraum für alles, was du für einen kompletten Tag in der Natur brauchst. 
  • Alpinrucksäcke (25-40 Liter) nimmst du für mehrtägige Bergtouren. Wichtig sind hier Robustheit und minimales Gewicht. 
  • Tourenrucksäcke (30-45 Liter) sind, wie der Name bereits sagt, perfekt für Wanderungen über mehrere Tage. Hier liegt der Fokus auf dem Komfort. 
  • Trekkingsrucksäcke (40-95 Liter) sind für Abenteuer abseits der Zivilisation geeignet. Du kannst Zelt, Schlafsack, Kocher, Isomatte, Verpflegung und alles, was du sonst noch brauchst, verstauen.

In unserer Rucksack-Beratung findest du weitere nützliche Tipps zur Wahl des richtigen Wanderrucksacks und hier erfährst du, wie du den Rucksack richtig packst.


Produkttipp 1: Der Futura von Deuter

Wenn du viel Wert auf hohen Komfort und Belüftung legst, ist der Futura von Deuter eine spannende Neuerscheinung: Der Futura wurde für längere Tages- und Mehrtageswanderungen entwickelt, bei denen hoher Tragekomfort und einfaches Handling im Fokus steht. Mit dem neuen Mesh des Aircomfort Rückensystem wird für maximale Belüftung gesorgt. Das bedeutet: bis zu 25 % weniger schwitzen und damit eine höhere Leistungsfähigkeit.


Das Hauptmaterial der Futura-Serie besteht aus bluesign®-zertifiziertem Material, was bedeutet, dass strenge Standards bezüglich Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Verbraucherschutz eingehalten wurden.

Futura Wanderrucksack Deuter
© Deuter

Produkttipp 2: Die Rucksäcke Stratos und Sirrus von Osprey

Osprey hat ebenfalls zwei High-Performance-Wanderrucksäcke in neuer Version ganz frisch auf den Markt gebracht.

Die neuen, optimierten Modelle Stratos und Sirrus sind voll ausgestattete Wanderrucksäcke mit perfekter Passform und Belüftung in einem modernen, zukunftsweisenden Design. Dabei hat Osprey die verstellbare AirSpeed™ Rückenplatte optimiert - für fast 50% mehr Atmungsaktivität.


Zudem wurden für Stratos und Sirrus recycelte, bluesign®-zertifizierte Stoffe und eine PFC-freie Beschichtung eingeführt, um die Umwelt zu schonen.

Wanderrucksack Stratos Sirrus Osprey
© Osprey

Dieses Equipment darf außerdem nicht fehlen

Da du bei deiner Wanderung schnell jedes Gramm Gewicht spürst, ist es beim Packen deines Rucksacks wichtig, wirklich nur das Nötigste mitzunehmen:

Besonders Equipment für die eigene Sicherheit, wie z.B. Erste-Hilfe-Set, sonstige Medikamente, eine Wärmedecke, Karte/n, GPS oder Handy, gegebenenfalls mit Ersatzakku bzw. Powerbank. Abhängig von Jahreszeit und Witterungsbedingungen sind Regenjacke und -hose, Mütze und Handschuhe, Sonnenbrille, Sonnenschutz oder Stirnlampe zu empfehlen. Fehlen darf natürlich auch nicht: eine mit Wasser oder Saftschorle gut gefüllte Trinkflasche oder –blase und eine kleine Brotzeit. Besonders auf langen, steilen Anstiegen kann ein in den Rucksack integriertes Trinksystem praktisch sein. Für den Abstieg oder in sehr unebenem Gelände ist der Einsatz von Wanderstöcken hilfreich. Und im Winter sind Grödel oder Steigeisen unbedingt ratsam, hierzu siehe unseren ausführlichen Blogartikel. Bei Bedarf sollte der Rucksack auch dafür Platz bzw. eine Befestigungsmöglichkeit bieten. 

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