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Radsport

Faszination Bikepacking: Packlisten, Erfahrungen, Tipps & Co.

Wenn du Bewegung und die Natur liebst, brauchst du für einen unvergesslichen Urlaub weder Flug noch Hotel – findet SportScheck Mitarbeiter Patrick. Im Blogbeitrag erzählt er, warum jeder einmal Bikepacking ausprobieren sollte, was auf der Packliste nicht fehlen darf und warum er ab Mai 15.000 Kilometer nach Singapur radelt.

AM 30.04.2021

Bikepacking Fahrrad im Sonnenuntergang
photo by Patrick Hendry via Unsplash

Wie uns Corona gezeigt hat, kann eine Pandemie die ganze Welt in kürzester Zeit verändern. Was gestern noch für viele zum Alltag gehörte, ist heute ein Privileg für wenige. Flüge werden gecancelt, Hotels, Gastronomie und Campingplätze werden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Aber wo sich eine Tür schließt, öffnet sich bekanntlich eine andere. Die Türklinke hast du selbst in der Hand – wagst du dich ins Bikepacking-Abenteuer?

Warum du Bikepacking ausprobieren solltest

Du verbringst gerne Zeit in der Natur und bist offen für Abenteuer? Dann ist Bikepacking eine tolle Alternative zu Mallorca, Teneriffa und Co. für dich. Das schönste daran: Das Abenteuer beginnt direkt vor deiner Haustür! So machst du das Beste aus der jetzigen Situation und lernst unsere Heimat intensiver und nachhaltig kennen. Denn Deutschland ist ein unglaublich facettenreiches Land und hat abseits der Autobahnen sehr viel zu bieten. Glasklare Seen im Süden, endlose Weiten im Norden, unzählige Weinberge im Westen und eine atemberaubende Fauna im Osten sind nur ein Bruchteil von dem, was uns da draußen erwartet. Außer deinem Fahrrad und jeder Menge Abenteuerlust brauchst du nicht viel für deine Tour. Meine Packliste findest du weiter unten im Beitrag.
 
Aber Achtung: Wer den ganzen Tag in der Natur verbringt, der gewöhnt sich schnell daran – und möchte das immer wieder tun. So erging es zumindest mir, als ich vergangenes Jahr meinen Laptop zugeklappt, meine sieben Sachen gepackt habe und spontan 700 km von München in meine Heimat kurz vor Bremen geradelt bin. Warum ich das gemacht habe? Mir ist klar geworden, wie sehr mich die digitale Welt mittlerweile im Griff hat. Du kennst das sicher: Acht Stunden am Tag in den Bildschirm schauen, zwischendurch die Nachrichten im Handy checken und abends noch ein paar Filme streamen… Da braucht der Geist ab und zu auch mal eine Auszeit. Und wo kann man seinen Akku besser aufladen als in der Natur?

Bikepacking Reisender auf Waldweg von hinten

Radreisen heißt entschleunigt reisen – und über sich hinauswachsen

Ich kann nur empfehlen, diese Art des Reisens einmal auszuprobieren und sich auf das Abenteuer einzulassen. Wenn du über Tage hinweg mit wenig klarkommst, wirst du auch einen Teil davon in den Alltag übernehmen. So habe ich schnell gemerkt, dass man die wesentlichen Dinge viel mehr zu schätzen weiß, wenn man sich von weniger wichtigen Dingen trennt. Dadurch gibt man den wichtigeren Dingen mehr Raum zum Wachsen. Wer diese Methode in sein Leben adaptiert, der wird durch regelmäßige Fokussierung schneller seine Ziele erreichen. Aber nicht nur das – durch die Zeit, die man auf dem Fahrrad verbringt, lernt man sich selbst, seinen Körper und seine Bedürfnisse viel besser kennen. Vielleicht kennst du das von ausgedehnten Trekkingtouren, bei denen man irgendwann in eine Art Trance fällt. Man ist so in seine Gedanken vertieft, dass man die Welt um sich herum eine Zeit lang nicht wahrnimmt. Das sind zumindest bei mir die Momente, in denen neue und zukunftsweisende Ideen entstehen.

 

Also: Raus aus der Komfortzone und rein ins Abenteuer! Wenn ich mich irgendwann an die schönsten Momente in meinem Leben zurückerinnern werde, dann sicherlich an die Situationen auf meinen Radreisen, bei denen ich mit meinem besten Kumpel an einem kristallklaren einsamen See chille oder spontan von einem älteren Ehepaar auf ein üppiges Frühstück eingeladen werde.

Bikepacking Anfänger? Das brauchst du für die erste Tour

Es macht dabei überhaupt nichts, wenn du blutiger Anfänger auf dem Gebiet bist, denn du wirst mit jeder Reise dazulernen. Jede Tour ist eine neue Erfahrung, wird dich ein Stück stärker machen und sicherlich auch dein Leben prägen. Generell gilt aber, weniger ist mehr. Bevor du mit dem Packen anfängst, solltest du dir folgende Fragen stellen:

 

1.    Wie lange bleibe ich unterwegs?

2.    Wo schlafe ich?

3.    Wie soll das Wetter werden?

Fahrräder und Zelt am Morgen

Dadurch kannst du das Gewicht verringern und deinen Fahrspaß deutlich erhöhen, bist aber dennoch perfekt ausgestattet. Was du auf jeden Fall nicht vergessen solltest und worauf es beim Equipment ankommt:

  • Wasserdichte Packtaschen (z.B. vorne, hinten, Rahmen, Lenker, Sattel): Richtet sich danach, welche Möglichkeiten dein Fahrrad bietet.
  • Camping-Ausrüstung: Zelt, Isomatte, Schlafsack und ggf. aufblasbares Kopfkissen – am besten in Ultralight, um Platz und Gewicht zu sparen. Daune ist super komprimierbar und hält zudem super warm.
  • Küche: Kocher mit Kochtopf, leichtes Besteck und Gewürze. Zutaten werden unterwegs gekauft. Müsli und Obst fürs Frühstück sowie Energieriegel für zwischendurch habe ich immer dabei.
  • Elektronik: Licht, Navi, Handy und Powerbank gehören zu meiner Grundausstattung. Ladekabel nicht vergessen!
  • Wechselkleidung: Merino ist von Vorteil, denn es ist geruchsabweisend, schnelltrocknend und wärmend.
  • Fahrradhelm: Safety first 😉
  • Damit du auch bei Regen fahren kannst: Hardshelljacke (ultralight), Regenhose und Gamaschen
  • Daunenjacke, wenn du bei kühlen Temperaturen unterwegs bist.
  • Handtücher
  • Wasserfilter, um auch in ausgesetzten Regionen an Trinkwasser zu gelangen
  • Waschzeug
  • Unterhaltung: Kopfhörer und e-Book

Außerdem solltest du nicht vergessen, deinem Fahrrad vor der Abreise einem Check-up zu unterziehen. Wenn du dir unsicher bist, lass dir in einem Fahrradladen helfen. Ein paar wichtige Tipps, wie du dein Bike fit machst, findest du hier.

Home for Koalas: 15.000 Kilometer auf dem Bike

Patrick und Sophia von Home for Koalas
Patrick und Sophia von HOME FOR KOALAS

Dieses Jahr beginnt für mich ein neues Kapitel in meinem Leben. Ich habe mich dazu entschieden, meinen Fokus auf die Dinge zu legen, die mir am wichtigsten sind: Fahrradfahren und Tierschutz. Um uns voll und ganz auf unser Projekt HOME FOR KOALAS konzentrieren zu können, haben meine Freundin Sophia und ich unsere Jobs gekündigt und unsere Wohnungen aufgegeben. Am 8. Mai beginnt dann unsere große Reise bis ans Ende der Welt. Von München nach Singapur soll uns die Route entlang an Flüssen, durch verwunschene Dörfer und über ausgesetzte Bergpässe führen. Durch welche Länder wir letzten Endes fahren, werden wir Corona-bedingt erst einen Tag vor Abfahrt entscheiden. Mit der Aktion wollen wir gezielt auf die abgebrannten Lebensräume in Australien aufmerksam machen und gleichzeitig Spenden sammeln, um diese wieder aufzuforsten. Am 31. Dezember sollen dann nicht nur 15.000 km auf unserem Tacho stehen, wir wollen auch die Spenden für 15.000 Bäume gesammelt haben. Packen wir es an!

 

Du möchtest mehr über das Projekt HOME FOR KOALAS Erfahren? Jeden Monat werden Patrick und Sophia uns ein Update über ihre Reise und Ausrüstung geben. Außerdem kannst du die Reise auf Instagram mitverfolgen.

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