Wanderzubehör – Oft machen kleine Dinge den Unterschied

Auch beim Wandern kommt es auf Details an. Mit GPS Gerät, Handschuhe, Wandercaps und Trinksystem kann nichts schief gehen.

Bei mildem Wetter entscheiden alleine persönliche Stylepräferenzen über die Wahl der Kopfbedeckung. Anders sieht es aus, wenn es plötzlich sehr warm oder sehr kalt wird. Gerade wer länger unterwegs ist, wird im Sommer den Schatten genießen, den der Schirm seines Caps auf das Gesicht wirft. Noch besseren Sonnenschutz bieten Sonnenhüte mit breiter Krempe. Sie schirmen nicht nur Wangen und Nase optimal ab sondern bieten zugleich einen Lichtschutz für Hals und Nacken. Im Winter dagegen sind warme Ohren gefragt. Perfekt dafür: die klassische Wintermütze. Ob Strick, ob Fleece, mit Bommel oder ohne – die Auswahl ist groß und so findet sich für jeden Style die passende Mütze. Kombiniert mit einem Bandana bzw. Schlauchschal um den Hals kommt dir die Kälte garantiert nicht in die Quere und du kannst ungestört deinen Outdoor Ausflug genießen.
Ein Mann trinkt aus einem Trinkschlauch. Unverzichtbares Zubehör beim Wandern ist das richtige Trinksystem.

Trinksysteme

Zum Trinkzubehör

Ein Mann trinkt aus einem Trinkschlauch (istockphoto.com/Mikolette)

Die schönsten Getränke auf Tour werden zweifelsohne in der Hütte serviert. Nur muss man sich ja auch für den Weg dorthin versorgen. An dieser Stelle hat der Wanderer verschiedene Möglichkeiten:

Aluflasche

Die klassische Aluflasche. Tausendfach bewährt, praktisch und zuverlässig. Selbst eine wenig liebevolle Behandlung steckt die Aluflasche über Jahre klaglos weg. Im Gegenteil: Beulen und Dellen zeugen von einem bewegten Leben in der Wildnis und werden beim Brotzeitmachen gern stolz präsentiert. Wer dagegen eine kratzerfreie Flasche auspackt, outet sich damit sofort als Newbie. Bei der klassischen Aluflasche hast du die Wahl zwischen verschiedenen Verschlüssen, die entweder über ein Ventil – ähnlich wie Fahrradflaschen oder über einen Schraubdeckel verfügen.

Thermosflasche

Die noch klassischere Thermosflasche. Auch dieses Gefäß kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Versorgt sie doch Abenteurer seit Generationen mit warmen bzw. kalten Getränken. In der Regel besteht die Thermosflasche aus Edelstahl und ist in einer Doppelwand-Konstruktion gefertigt. D.h. zwischen Innen- und Außenschicht bleibt ein Luftraum, der den Inhalt isoliert. Waren es früher ausschließlich 1L Behälter, gibt es mittlerweile Thermoskannen in vielen verschiedenen Größen, Farben und Formen. Nahezu alle verfügen über einen Schraubdeckel, der gleichzeitig als Tasse funktioniert. Gerade bei heißem Tee sehr angenehm. Hochwertige Isolierkannen kommen oft mit zwei Verschlüssen: einem zum Schrauben sowie einem Automatikverschluss, der sich per Drucktaste öffnen und schließen lässt. Das etwas höhere Gewicht im Vergleich zur normalen Aluflasche bringt aber auch ein deutliches Plus an Komfort mit sich. Tipp: nicht nur Tee und Kaffee lassen sich in der Thermoskanne gut transportieren, auch Suppe oder Nudelgerichte behalten über lange Zeit ihre Temperatur und machen die Gipfelpause zum kulinarischen Highlight.

Trinkblasen

Relativ neu auf dem Markt, bietet die Trinkblase gegenüber den klassischen Flaschen einige Vorteile. Man kann auch beim Gehen trinken ohne den Rucksack abnehmen zu müssen und hat zugleich die Hände frei. Viele Rucksäcke verfügen mittlerweile über ein eignes Fach für die Trinkblase. Dort ist sie perfekt verräumt und kommt der restlichen Ausrüstung nicht in die Quere. Bei allen Vorteilen gibt es aber auch ein paar Besonderheiten, die du beachten solltest, um an deiner Trinkblase lange Spaß zu haben. Wenn du sie auch im Winter verwendest, ist es sinnvoll, einen isolierten Trinkschlauch anzuschaffen. Der Schlauch liegt ziemlich exponiert auf dem Schulterträger und der Durchmesser ist eher klein. Die geringe Menge an Flüssigkeit, die sich dort befindet, friert bei kalten Temperaturen leicht ein und dann kommst du nicht mehr an dein Getränk. Hier hat es sich bewährt nach dem Trinken die Menge an Flüssigkeit, die sich noch im Schlauch befindet, wieder zurück zu blasen. Das Mundstück steckt man am besten in den Kragen oder in eine Tasche, wo es schön warm gehalten wird. Im Gegensatz zur Flasche sind die Kunststoffblasen weniger robust und nehmen den Kontakt mit Grödeln, Stöcken oder anderen harten Ausrüstungsgegenständen schnell übel. Wenn du dir eine Trinkblase zulegst, achte auf eine große Öffnung. Sie macht das Befüllen und Reinigen deutlich einfacher. Ein 90 Grad Winkel am Trinkventil sorgt dafür, dass du leichter ans Mundstück kommst. Ein Ventilverschluss verhindert eine unbeabsichtigte Entleerung.



Die Orientierung mit Karte und Kompass erfordert eine gewisse Erfahrung. Leichter ist es oft, der Route auf einem GPS-Gerät zu folgen. GPS steht dabei für Global Positioning System. Ursprünglich für das Militär entwickelt, werden mehrere Satelliten genutzt, um die Position des Geräts zu bestimmen. Das funktioniert bei gutem Wetter auf freien Flächen hervorragend, im dichten Wald oder in der Stadt kann es durchaus passieren, dass einer oder mehrere Satelliten abgeschirmt werden, was die Positionsbestimmung erschwert.

Neben der Bestimmung des aktuellen Standpunkts verfügen alle GPS-Geräte über mindestens zwei weitere Basisfunktionen: die Routenverfolgung und das Backtracking. Bei der Routenverfolgung wird eine vorher am PC geplante Route auf das GPS-Gerät übertragen und im Gelände angezeigt. Backtracking dagegen bedeutet, dass das GPS-Gerät den gelaufenen Weg aufzeichnet und den Wanderer bei Bedarf an seinen Ausgangspunkt zurückführen kann. Spezielle GPS-Geräte für Autofahrer, Wanderer, Läufer und Radfahrer bieten jeweils individuelle Zusatzfunktionen wie zum Beispiel ein Trainingscenter mit Pace-Rechner, Kalorienanzeige und Herzfrequenzmessung.

Je nach Anwendungsgebiet gibt es verschiedenes Kartenmaterial, das auf dem GPS-Gerät installiert werden kann. Zum Wandern und auch fürs Geocaching am besten geeignet: Topografische Karten, wie sie auch in Papierform eingesetzt werden. Hochwertige GPS-Geräte verfügen über ein großes Display mit kontrastreicher Farbwiedergabe sowie über eine PC-Schnittstelle. Trotz aller Features der modernen GPS-Geräte gehören Karte und Kompass nach wie vor ins Gepäck. Schließlich kann auch das beste Gerät kaputt gehen und wenn die Batterien leer sind, bleibt es die Anzeige auch.
Hipbag, Wimmerl, Gürteltasche oder Kängurutasche – die praktischen Beutel sind seit Jahren beliebt. In die kleinen Taschen passen meist ein Getränk, eine leichte Windjacke und die Autoschlüssel. Also alles, was man auf einer kurzen Wanderung bei gutem Wetter braucht. Besonders angenehm: Der komplette Inhalt ist auch beim Gehen zugänglich und nichts drückt auf die Schultern. Eine echte Alternative, wenn keine große Tour ansteht, auf der man die Platzreserven eines Rucksacks benötigt. Viele Modelle verfügen zusätzlich über Reflektorelemente, was die Sichtbarkeit im Dunklen erhöht.
Wanderhandschue bestehen meist aus Fleece- oder Softshellmaterial. Hochwertige Wanderhandschuhe vermitteln neben einer guten Wärmeleistung auch ein großes Maß an Fingerspitzengefühl – wichtig zum Greifen der Stöcke und beim Hantieren am Rucksack. Speziell für die Bedienung von Smartphones gibt es Handschuhe, die über eine speziell behandelte Fingerspitze verfügen.

So kannst du dir unterwegs einfach die Routenbeschreibung anschauen und bekommst trotzdem keine kalten Finger. Für Schneeschuhtouren eignen sich Handschuhe mit glattem Außenmaterial besonders gut. Sie werden nicht so schnell nass wie Woll- oder Fleecehandschuhe, da der Schnee nicht so sehr am Handschuh kleben bleibt. Verstärkungen zum Beispiel aus Leder oder Kunststoff erhöhen die Lebensdauer deiner Handschuhe.