ABS

Das ABS (Avalanche Airbag System)

Das Angebot an Airbagrucksäcken ist bisweilen etwas schwer zu durchschauen, darum haben wir euch mal die drei wesentlichen Einsteiger-Fragen beantwortet: Was gibt es? Was brauche ich? Und wie funktioniert das ABS?

Die Basics

Die Basics


Die zweiteiligen ABS Rucksäcke bestehen aus einer Base Unit, die das Airbag-System trägt, sowie einer Zip-On-Einheit, die den eigentlichen Packsack bildet.


Bei den Base Units gibt es zwei Modelle:

1. Die Vario Base Unit mit Rückenplatte und Trägern eines klassischen Alpinrucksacks, erhältlich in zwei Größen.

2. Die etwas leichtere Powder Base Unit, die eher freerideorientiert ist und über einen Neopren Hüftgurt verfügt.

Zu den ABS Lawinenrucksäcken
Die Zip-Ons

Die Zip-Ons

 

An diese Base Units kannst du per Reißverschluss verschiedene Zip–On Packsäcke anzippen. Dabei hast du nicht nur die Wahl zwischen verschiedenen Größen der Packsäcke, sondern kannst auch aus dem Angebot mehrerer Hersteller wählen. Daneben führen wir ABS-Rucksäcke von Ortovox und Deuter, bei denen das Airbagsystem bereits integriert ist.

Die Gas-Kartuschen

Die Gas-Kartuschen

Hast du deinen Rucksack ausgewählt, bzw. zusammengestellt, musst du dich entscheiden, welche Art von Gas-Kartusche du verwenden willst. Zur Wahl steht je ein Modell aus Stahl und Carbon, die sich in Gewicht und Preis unterscheiden. Da die Versanddienstleister sehr nervös auf das enthaltene Gas-Gemisch reagieren, können wir dir die notwendigen Gas-Kartuschen nur in unseren Filialen anbieten.

 

Hier überprüfen wir auch gern zum Saisonbeginn, ob alles in Ordnung ist und tauschen gebrauchte Kartuschen aus.

So funktioniert ein ABS-Rucksack

So funktioniert ein ABS-Rucksack

Falls ein Wintersportler von einer Lawine erfasst wird, zählt nur noch eines: Er muss an der Oberfläche bleiben, um a) das Verlegungsrisiko zu minimieren und b) möglichst schnell geborgen zu werden. Entscheidend ist dafür das Verhältnis aus zusätzlichem Volumen und Auftriebsfläche. ABS® Doppelairbags sind deshalb so geformt und positioniert, dass sie zusammen mit dem Körper eine optimale Auflagefläche bilden. Weitere Sicherheitsvorteile offenbart das ABS (Avalanche Airbag System) in den drei entscheidenden Phasen des Lawinenabgangs.

Phase 1 Lawinenabriss

Phase 1: Lawinenabriss

 

Sobald sich ein Schneebrett löst, ist schnelles Reaktionsvermögen gefragt. Nicht nur beim Wintersportler, sondern auch bei seinem Lawinenrucksack.

 

Was ist zu tun?

1. Sofort am Auslösegriff des Airbags ziehen

2. Versuchen seitwärts aus der Gefahrenzone zu fliehen

 

Vorteile ABS:

• immer einsatzbereit (kein Auf- und Entladen)

• schnell und zuverlässig auslösbar (auch durch Dritte)

• freie Sicht und volle Bewegungsfreiheit für Flucht- und Ausweichmanöver

Phase 2: Lawinenabsturz

Phase 2: Lawinenabsturz

Innerhalb einer Lawine wirken tonnenschwere Kräfte in von Schicht zu Schicht unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten. Daher gilt es eine senkrechte Position des Körpers in den Schneemassen unbedingt zu vermeiden.

 

Vorteile ABS:

• Körper und Airbags bilden eine waagerechte Auflagefläche

• der beidseitig angebrachte Doppelairbag stabilisiert den Körper

• auch bei hohem Schneedruck und tiefen Temperaturen werden die Airbags prall gefüllt

• der Doppelairbag ist redundant gegen Beschädigungen abgesichert

Phase 3: Lawinenauslauf

Phase 3: Lawinenauslauf

In der Auslaufphase lagern sich die Schneemassen von unten nach oben ab und verdichten sich sofort. In senkrechter Position würde man Gefahr laufen stecken zu bleiben und von nachrutschenden Schneemassen verschüttet zu werden. Nicht so mit ABS.

 

Vorteile ABS:

• Doppelairbag und Körper bilden zusammen eine Gleitfläche

• Mitfließen bis zum Stillstand der Lawine möglich

• der rund um die Körpermitte angebrachte Doppelairbag fördert eine stabile horizontale Lage

• sichtbare Lawinenopfer ohne schwerwiegende Verletzungen haben beste Überlebenschancen

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