Multitalent Merinowolle - Die verblüffende Funktionsfaser aus der Natur

Merino gilt als die natürliche Wunderwolle unter den Funktionsstoffen und ist seit langem die erste Wahl für viele Outdoor-Sportler. Doch was macht diese Wolle so besonders? Wie nachhaltig ist die Naturfaser und wo setzt man das Material am besten ein?
Merionoschafe

Merinowolle ist seit einigen Jahren auf dem Vormarsch und das aus gutem Grund. Kaum eine Naturfaser bietet und vereinbart so viele funktionale Eigenschaften: Merino kratzt nicht, hält warm bei Kälte und kühl bei Hitze und ist auch noch geruchshemmend. Dank dieser Eigenschaften sind Kleidungsstücke aus dem Material perfekt für Outdoor-Unternehmungen geeignet. Schauen wir uns dieses Multitalent einmal genauer an…

Woher Kommt Merinowolle Eigentlich?

Merinowolle ist ein Naturprodukt, das aus der Wolle der Merinoschafe gewonnen wird, die größtenteils in Australien, Neuseeland oder Südafrika beheimatet sind. Merinoschafe zählen zu einer der ältesten und widerstandsfähigsten Schafrassen der Welt. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Schafen, die im Flachland weiden, können Merinoschafe über alle vier Jahreszeiten und unter extremen, oft widrigen Wetterbedingungen leben. Das sie in solch extremen Temperaturunterschieden überleben können, verdanken sie der natürlichen Beschaffenheit ihres Fells.

Nach ihrer Gründung im Jahr 1995 erkannte die neuseeländische Marke Icebreaker als einer der ersten das Potential dieser Naturfaser ihrer heimischen Schafe für den Outdoorsport und brachte erste Produkte aus Merinowolle auf den internationalen Markt. Seither gilt Icebreaker als Vorreiter in der Produktion und Verarbeitung von Merinowolle, auch weil die Neuseeländer vor allem auf einen nachhaltigen Einsatz setzen und einen guten Umgang mit den Merinoschafen garantieren.

Merinowolle

Vorteile für den Outdoor-Einsatz:

Temperaturregulierend

Merino ist eine technisch aktive Faser, die von Natur aus die Fähigkeit besitzt, Wärme in Abhängigkeit des Hautklimas und der externen Bedingungen entweder zurückzubehalten oder abzugeben. Weil Merino Feuchtigkeit absorbiert, gibt es eine kleine Menge Wärme ab, während bei Hitze der umgekehrte Effekt eintritt. Dass bedeutet, dass dich das Material bei kalten Bedingungen warm hält sowie bei Hitze kühl.

Geruchshemmend

Zunächst einmal: Schweiß per se riecht nicht. Erst bei der Zersetzung durch Bakterien der natürlichen Hautflora entsteht ein unangenehmer Geruch, der sich auch in Kleidungsstücken absetzen kann. Im Unterschied zu synthetischen Fasern, die die Feuchtigkeit an die Faseroberfläche abtransportieren, saugt Merino den Schweiß auf wie ein Löschblatt. Die Aufnahmefähigkeit kann bis zu 40 Prozent des eigenen Gewichts betragen und liefert damit kein Boden für geruchsbildende Bakterien.

Feine Fasern der Merinowolle

Weich

Obwohl Merino eine Wollfaser ist, vermittelt dir Merinowolle ein weiches Tragegefühl und kratzt nicht. Denn Merinoschafe gehören zu den Feinwoll-Schafen, weshalb ihr Fell aus besonders feinen, weichen und stark gekräuselten Haaren besteht. Je feiner Wollfasern sind, desto stärker biegen sie sich, wenn sie die Haut berühren. Dadurch werden die Nervenenden der Haut deutlich weniger gereizt als bei herkömmlicher Wolle. Die Kleidung fühlt sich damit weicher und sanfter an.

Wie nachhaltig ist Merinowolle?

Merinowolle ist ein natürlich nachwachsender Rohstoff. Merinoschafe können bis zu zweimal im Jahr geschoren werden und geben bis zu zehn Kilogramm Wolle pro Tier. Außerdem ist Merinowolle eine biologisch abbaubare Faser, die sich unter den richtigen Bedingungen relativ leicht zersetzt. Im Gegensatz zu Synthetik-Kleidung, die 30 Jahre oder länger braucht, können sich Merinofasern nach 12 Monaten unter der Erde zersetzen. Beim Thema Nachhaltigkeit lohnt es sich allerdings, genauer hinzuschauen. Zwar ist Merinowolle von Natur aus besonders nachhaltig, doch die Produktion von Merinowolle hat auch Schattenseiten. Besonders problematisch ist Mulesing, eine schmerzhafte Verstümmelung der Schafe, um Fliegenmadenbefall zu verhindern. Die meisten Hersteller von Outdoor-Produkten wie Icebreaker und Ortovox setzen sich für artgerechte Tierhaltung ein und bieten nur noch Mulesing-freie Kleidung an – bei Icebreaker ist Mulesing beispielsweise schon seit 2008 verboten.

Icebreaker Merinoschafe

Baselayer - dein idealer Begleiter aus Merino

Ein Baselayer dient als unterste Bekleidungsschicht und liegt direkt auf deiner Haut auf. Seine Aufgabe ist es, deine Körpertemperatur zu regulieren, dich warm zu halten und Feuchtigkeit nach außen zu transportieren. Aufgrund der Vorteile von Merinowolle liegt es auf der Hand, dass sich diese natürliche „High-Tech-Faser“ ideal als Baselayer eignet. Merino-Baselayer, die für besonders intensive Aktivitäten wie Skifahren oder Wandern konzipiert werden, bestehen häufig aus einem Mischgewebe mit kleinem Elasthan Anteil. Die meisten Baselayer von Icebreaker kommen allerdings komplett ohne synthetische Materialien aus und bestehen zu 100% aus Merino.

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