GORE-TEX Transalpine-Run: 7 Tage, 3 Länder, 1 Team mit einem Ziel

Jedes Jahr starten in der ersten September Woche in Garmisch-Patenkirchen 350 Läuferteams á 2 Läufer, um sich auf den Weg über die Alpen zu machen. Dieses Jahr war der Zielort Brixen in Südtirol und die Strecke von 260km mit 16.500hm hat unser Team SportScheck in 43 Stunden - 48 Minuten und 41 Sekunden zurückgelegt. Wie es unserem Team Sportscheck bestehend aus Markus Volkmar von den SONSofRUNNING und Markus Biegel aka the Hulk dabei ging erfahrt Ihr hier :-)
Photo by Andi Frank

Hallo Markus! Jetzt ist der Zieleinlauf von Hulk und Dir in Brixen gerade 24 Stunden her, was war denn heute Morgen Euer erster Gedanke?

Markus: Ganz ehrlich, ich bin heute so gegen 4:00 Uhr aufgewacht und habe mir die Frage gestellt: Wo laufen wir denn heute hin?!

In den letzten sieben Tagen ist einfach so eine Routine reingekommen, dass der Wecker zwischen 4:00 Uhr – 5:00 Uhr klingelte, 10min später saß man immer beim Frühstück und zwischen 6:30 Uhr – 8:00 Uhr ertönte dann in einem der Ziel/Startorte der Song „Highway to Hell“ und eine Meute von naturliebenden Ausdauersportlern aus der ganzen Welt machte sich auf den Weg bis zu 52km am Tag durch die Alpen zurückzulegen.

Das Abenteuer Trans Alpine Run beginnt | Photo by Tom Schlegel

Aber Ihr zwei seid jetzt schon froh, dass ihr dieses Abenteuer gemeistert habt?

Markus: Es war unbeschreiblich!

Wie ihr uns im Mai gefragt habt, ob wir für Euch bei einem GORE-TEX Transalpine-Run mitmachen wollen, war das Projekt für uns noch gar nicht greifbar. Wir wussten nicht, was es bedeutet in sieben Tagen über die Alpen zu laufen, sich jeden Morgen wieder zu motivieren die Laufschuhe zu binden und Stunden später wieder überglück in einem neuen Etappenort anzukommen.

Am Ende haben wir etwas geschafft, dass nur eine kleine Gruppe „Verrückter“ in der Welt überhaupt ausprobieren und wir gehören zu dem Kreis, der das Projekt erfolgreich absolviert hat.

Photo by Tom Schlegel

Ihr zwei habt ja schon einige Ultraläufe oder Ironmans gefinished – was ist der Unterschied zu einem 7-Tage-Lauf und zum Beispiel einem Ultramarathon?

Markus: Es gibt zwei große Unterschiede: Der erste ist täglich sich immer wieder zu motivieren an die Startlinie zu gehen und nicht nur einmal. Der zweite Unterschied ist der Grund warum man es macht – die Menschen, die mit einem dieses Abenteuer beginnen. Zum einem läuft man aus Sicherheitsgründen einen GORE-TEX Transalpine-Run als Läuferpaar, denn in den Bergen kann jederzeit alles passieren und seinen Partner will man einfach nicht im Stich lassen.

Dazu kommen dann noch alle anderen Mitläufer. Man trifft sich gemeinsam jeden Tag an der Startlinie und aus den „Konkurrenten“ werden in sieben Tagen Leidensgenossen, gute Bekannte und neue Laufpartner. Die Stimmung in so einem Teilnehmerfeld ist einfach unbeschreiblich, es ist wie gesagt ein kleiner Kreis von „Verrückten“.

Photo by Philipp Reiter

Was schmerzt am meisten jeden Morgen und wie geht man damit um?

Markus: Wir hatten drei Schmerzzentren. Klar der Körper – speziell die Beine, den Bauch und am Ende der Kopf.

Jeder der Starter, der in Brixen ins Ziel gekommen ist, hatte am Ende etwas was zwickte. Wir beide sind muskulär sehr gut durch den GORE-TEX Transalpine-Run gekommen und haben am Abend uns nur fleißig gedehnt/gerollt. Beim Bauch ist das etwas Anderes: Ich hatte ab Tag drei richtig Probleme mit meinem Magen und musste mich fast jeden Morgen nach dem Frühstück übergeben.

Der Magen rebelliert natürlich, wenn der Körper jeden Tag bis zu 8 Stunden Höchstleistung geben muss. Powergels, Powerriegel, isotonische Getränke oder Salztabletten geben grundsätzlich dem Körper alles was er braucht, aber ab Tag drei wurde mir beim Gedanken daran jetzt etwas zu essen richtig schlecht.

Irgendwie bekommt man das natürlich immer wieder in den Griff – optimal ist das aber nicht. Naja und dann kommt noch der Kopf – die mentale Kraft. Durch unsere langen Wettkämpfe aus der Vergangenheit dachten wir, dass wir damit keine Probleme haben werden, aber manchmal hat man natürlich ans Aussteigen gedacht.

Ich hatte ein richtiges Tief an Tag fünf und habe mir 30 Minuten bei einem Downhill überlegt, wie ich jetzt am besten Falle, damit ich mich nicht zu schwer verletze, aber nicht mehr weiterlaufen kann. Zum Glück verschwinden diese Gedanken dann auch wieder schnell.

Letzte Frage an Euch, damit wir Euch nicht bei Eurem wohlverdienten Ruhesonntag weiter stören. Was nehmt Ihr Euch persönlich aus dem GORE-TEX Transalpine-Run mit?

Markus: Wir beide sind ja voll berufstätig und nach so einem Abenteuer sind wir immer sehr demütig und natürlich verdammt glücklich einen Haken auf unser Bucketliste zu haben.

Da muss ich nochmal nachfragen: Glücklich verstehe ich, aber demütig! Wie meinst Du das?

Markus: Damit meinen wir, es ist einfach Wahnsinn, was der menschliche Körper im Zusammenspiel mit dem richtigen Partner leisten kann.

Dazu kommt noch diese unberührte, große und weite Natur, die wir während des GORE-TEX Transalpine-Run dann doch am Ende sind. Aber, wenn wir zusammen arbeiten dürfen, können wir richtig Großes erreichen. Dieses Gefühl versuchen wir dann immer solange es geht in uns zu behalten und natürlich vielen davon zu erzählen und zu inspirieren.

Vielen Dank Markus für Deine Zeit und Grüße an Hulk!

Markus: Keep on Running – und geht raus: TRAILRUNNING macht glücklich und ist auch noch kostenlos ;-)

Markus von den SONSofRUNNING

Unsere Gore Wear Produkte, die uns von Garmisch-Partenkirchen bis Brixen gebracht haben | Photo by SportScheck

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Photo by Andi Frank
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