Barbados: Das Land der fliegenden Fische

Barbados ist eine der bekanntesten Inseln der Karibik. Die meisten Urlauber kommen wegen der berühmten Sandstrände, zum Schnorcheln und Surfen. Die wenigsten wissen aber: Barbados hat gerade kulturell einiges zu bieten. Was du nicht verpassen darfst, hier im Überblick.

Der Barbados Rum

Die Kultur der Insel Barbados ist von zwei Seiten geprägt. Erstens hat die langjährige Herrschaft der Briten deutliche Spuren hinterlassen. Genauso finden sich afrikanische Einflüsse. Bei den kulinarischen Spezialitäten Barbados‘ ist das gut zu erkennen: es gibt britischen Nachmittagstee, Nationalgetränk ist aber (natürlich) der Rum.

Rum, das Lieblingsgetränk der Piraten und Seeräuber – und aller Nachtschwärmer, die sich mit einem Cocktail von Party zu Party tanzen. Weltweit berühmt: Mount Gay Rum, lokal produziert in Barbados seit dem 18. Jahrhundert. Er gilt somit als der älteste Rum der Welt. Mount Gay hat ein Besucherzentrum eingerichtet, ein Muss für alle Fans des hochprozentigen Getränks. Inklusive sind viele spannende Infos über Rum und Mount Gay. Natürlich darf auch probiert werden.

Das Wichtigste: Was gibt's zu essen auf Barbados?

Als Basis für den Rum eignet sich das traditionelle Gericht Flying Fish. Barbados wird nicht umsonst das „Land der fliegenden Fische“ genannt. „Flying Fish“, das ist keine Metapher. Barbados ist berühmt für die Zubereitung dieser Fische, die in tropischen Regionen heimisch sind. Sie können mit einem kräftigen Sprung aus dem Wasser auftauchen und viele Meter weit über die Wasseroberfläche gleiten.   

Wer nicht gerne Fisch isst, probiert besser den „Hot Pepper Pot“. Die vegetarische Alternative: heimisches Gemüse, verfeinert mit den typischen Gewürzen der Insel. Traditionelles Essen gibt es auf Barbados praktisch überall. Vom schicken Restaurant und Hotel bis hin zum günstigen Streetfood. Wer aufs Geld achtet, muss auf einen "Flying Fish" also nicht verzichten. Noch mehr Tipps für günstiges Reisen findet ihr in unserem Blogbeitrag „Kein Geld, aber Reisefieber“.

Besonders beliebt: Fischgerichte mit dem speziellen Gewürz-Mix der Insel.

Party-Kultur auf Barbados: Das Crop Over

Hinter dem Begriff „Crop Over“ verbirgt sich Barbados‘ bekanntestes Festival, das mehrere Wochen dauert und Ähnlichkeiten mit dem südamerikanischen Karneval hat. Zeitraum: Juni bis August.

Das Crop Over bündelt alles, was die traditionelle Kultur ausmacht. Es ist laut, bunt und freizügig, es wird gesungen, getanzt, viel gegessen und viel getrunken. Neben zahlreichen privaten Parties verwandelt sich die Hauptstadt Bridgetown vielerorts in eine Feierzone. Das große Finale im August: Grand Kadooment! Eine farbenprächtige Parade, die mehr als sehenswert ist.

Eines darf an dieser Stelle auf keinen Fall unerwähnt bleiben: die Musik. Wer an das Crop Over auf Barbados denkt, muss an die typischen Rythmen der Insel denken. Calypso ist die Volksmusik Barbados‘, die natürlich überhaupt nichts mit den deutschen Schlagern zutun hat. Die jüngere Generation auf Barbados hört statt Calypso lieber Soca. Der Stil ist moderner, perfekt zum Tanzen.

Entstanden ist das Fest in der Kolonialzeit. Die Bewohner der Insel feierten ausgelassen das erfolgreiche Ende der Zuckerrohr-Ernte – daher der Name „Crop Over“. In den siebziger Jahren erlebte diese Tradition eine Wiedergeburt und gehört seitdem zu den größten Attraktionen auf der Insel.

Barbados von seiner ursprünglichen Seite

Apropos: Barbados hat eine reiche Geschichte, die Neugierige bequem bei einer Jeep Safari erkunden können. Für einen entsprechenden Obulus gibt es Touren über einen ganzen Tag. Weil Barbados nicht groß ist, können die Tour-Teilnehmer in einigen Stunden einen großen Teil der Insel abfahren. Vor allem für die mit wenig Zeit ist das eine gute Gelegenheit, die wichtigsten kulturellen und geschichtlichen Stationen von Barbados alle auf einmal zu sehen. Angesteuert werden oft historische Zuckerfabriken, Kirchen und Plantagen im Inneren des Landes. Oft ist traditionelle Verpflegung mit dabei, womit gleich zwei interessante Aspekte der Insel abgehackt wären.

Wer mehr Zeit und Energie mitbringt, kann viele Attraktionen der Insel auch ausgiebig erwandern. Dabei ist dann Selbst-Versorgung angesagt. Ein paar Tipps für den kleinen Geldbeutel findet ihr in unserem Blogartikel „Der Berg ruft“.

Besonders spanennd sind Barbados‘ zahlreiche Höhlen. Atemberaubend: die „Animal Flower Cave“ im rauen Norden. Hier bestimmen felsige Klippen die Landschaft, Sandstrände gibt es wenige. Die Animal Flower Cave bietet ein Abenteuer für sich. Über 100 Jahre alte Stufen führen hinab in die Höhle. Benannt ist sie nach den Seeanemonen, die dort wachsen. Auf Barbados: „Animal Flowers“, „Tierblumen“. Der Boden der Höhle ist aus Korallen entstanden und über 400.000 Jahre alt. Der absolute Höhepunkt: im Inneren der Höhle findet sich ein abgeschlossenes Becken, das sich tatsächlich zum Schwimmen eignet.

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