Kult-Sneaker – Converse Chucks


Ob unter Modefans oder Sneaker-Liebhabern, im alltäglichen Leben oder in der Pop-Kultur, die Mutter aller Old-School-Sneaker ist der leinengewordene Alltime-Fave, auf den sich wirklich alle – ob lässiger Hip-Hop-Gangster oder cooler Hipster – einigen können. Alle sind begeistert vom bequemen, als Chucks bekannten Treter, mit seinem absolut zeitlosen und auffallend minimalistischen Design.   

Die Klassiker


Vom Basketballschuh zum Kult-Sneaker

Chuck Taylor All Stars, kurz auch „Chucks“, „Cons“ oder in den USA auch „Connies“ genannt, waren ursprünglich nur als Basketballschuhe gedacht, entwickelten sich aber bis heute zu dem erfolgreichsten Schuhmodell der Welt. Seit 1917 hat die mittlerweile zu Nike gehörende Firma Converse weltweit über eine Milliarde Exemplare dieser Textilschuhe verkauft. Die ersten Schuhe wurden ab etwa 1860 produziert und waren ursprünglich als Basketballschuh konzipiert. Nachdem der damalige Basketballspieler Charles Chuck Taylor im Jahr 1921 in gemeinsamer Arbeit mit der Marke den Schuh überarbeitet und optimiert hat und die amerikanische Basketballmannschaft sie zu ihren offiziellen Schuhen machtenahm die bis zum heutigen Tag fortlaufende Erfolgsgeschichte dieser klassischen Canvas-Sneaker ihren Anfang. Aus Dank für Charles intensives Engagement wurde der Basketballschuh 1923 schließlich in "Converse Chuck Taylor All Star" umbenannt und erhielt das bis heute für die Schuhe charakteristische, runde Star Chevron-Logo oben am Schaft an der Schuhinnenseite. 

 Ab Ende der 1950er oder Anfang der 1960er wurden auch kleinere Größen für Kinder produziert. Converse führte ab 1962 die niedrig geschnittenen Chuck Taylor All Star Oxford ein, welche bald Erfolg hatten. Nachdem bis 1966 nur schwarze und weiße Sneaker produziert wurden, erweiterte man das Sortiment um sieben zusätzliche Farben (Regenbogen). Davor wurden manchmal für Farbwünsche der Basketball-Teams Schuhe mit farbigen Schuhbändern ausgestattet oder auch nachträglich gefärbt.

Doch der Schuh etablierte sich nicht nur im Sport, denn in den 1950ern entwickelte sich der Sneaker immer mehr zu einem Alltagsschuh der Jugend und verlieh ihm das modische Image von Rebellion und Individualität. Bis heute wurden die lässigen Canvas-Treter über Jahrzehnte von mehreren Generationen immer wieder „neu entdeckt“ und sind auch immer wieder bei Stars der Musikszene und Popkultur zu sehen. James Dean, Elvis Presley oder Mick Jagger sind nur einige Größen, die zur Popularisierung des Klassikers beitrugen und ihm zu seinem nahezu unerreichten Kult-Status verhalfen.     

Viele Variationen eines Schuhs

Auch heute begeistert der Klassiker von Converse im ewig gleichen, jugendlich frischen Gewand aus einem Leinenstoff („Canvas“, auch in Leder und anderen Materialien erhältlich), einer Gummisohle, Schnürsenkeln und dem oben erwähnten runden Aufnäher sowie einer (weißen) Gummikuppe an den Zehen. Auf der Innenseite sind noch zwei mit Nieten versehene Luftlöcher angebracht. Sie sind daher sehr leicht, luftig und lassen sich in warmer und trockener Umgebung bequem tragen. Chucks gibt es in unterschiedlichen Farben und Designs speziell für Damen, Herren und Kinder, von Größe 17 (etwa sechs Monate alte Babys) bis 53.  

Sein generelles Aussehen hat sich in den Jahren zwischen 1923 und heute kaum verändert, allerdings hat sich die Vielfalt deutlich vergrößert. Es gibt grundsätzlich drei Varianten:

 - flache Chucks (LO, Ox), bei denen die Knöchel frei bleiben, seit 1957 in Produktion
- hohe Chucks (HI), die über die Knöchel reichen, wurden seit Anbeginn produziert
- extrahohe Chucks (X-Hi, XXHi, Knee-HI, NEEHI) werden etwa ab 1985 produziert und haben einen doppelt so hohen Schaft. Manche dieser Modelle sind extra dazu konstruiert, den Schaft auf die Höhe von Hi-Chucks herunter zu stülpen.
Außerdem gibt es Chucks mit dünner Sohle (Slim) und seit 2008 die „Double Tongue“ mit zwei verschiedenfarbigen Schäften übereinander sowie seit 2006 den Ankle Boot.

Viele Designvariationen der Chucks