Basics- Temperaturbereich

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Im SportScheck Online-Shop findest du eine große Auswahl an Schlafsäcken.

Zu den Schlafsäcken
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Ein Schlafsack gibt selber keine Wärme ab, er erhält dank seiner isolierenden Eigenschaften lediglich die vorhandene Körperwärme. Grundsätzlich gilt, dass ein Schlafsack die Wärme umso besser zurückhalten kann, je mehr Luft im Schlafsack gespeichert werden kann (= großer Loft/Bauschkraft) und zugleich je weniger die Luft im Schlafsack zirkulieren kann.

Es gibt verschiedene Faktoren für den Wärmeverlust beim Schlafen

Konvektion (= Luftaustausch)
Wärmeentzug durch Luftzirkulation (geöffneter Reißverschluß, nicht vorhandener/benutzter Wärmekragen). Es mischen sich warme Luft aus dem Schlafsack mit kalter Umgebungsluft. Der Körper benötigt ständig neue Energie zum Erreichen einer gleich bleibenden Temperatur im Schlafsack. Das gilt analog auch wenn der Schlafsack zu groß ist.

Radiation (= Strahlung)
Der Körper strahlt Wärme ab. Je besser ein Schlafsack diese Wärme reflektiert und speichert desto weniger Energie benötigt der Körper zum Erreichen einer gleich bleibenden Temperatur im Schlafsack.

Evaporation (Verdunstung)
Jeder Mensch gibt über Nacht ca. ½ bis 1 Liter Feuchtigkeit ab. Bleibt die Feuchtigkeit auf der Haut entsteht Verdunstungskälte und der Körper versucht die Haut durch Wärme zu trocknen. Je trockener ein Schlafsack die Haut hält, desto mehr spart der Körper Energie.

Konduktion (Wärmeleitung)
Je weniger ein Material isolierende Eigenschaften hat, desto schneller kann Wärme abfließen, z.B. bei direktem Kontakt mit dem kalten Boden.

Ein guter Schlafsack soll den Wärmeverlust möglichst gering halten. Deshalb ist darauf zu achten dass der Wärmeverlust über die oben genannten Faktoren möglichst gering ist. Die verwendeten Materialien, die Konstruktion und die Form des Schlafsacks haben deshalb direkten Einfluß auf das Isolationsvermögen.

Um eine neutrale Vergleichbarkeit der Temperaturangaben von Schlafsäcken zu garantieren werden diese gemäß der EN 13537 nach einem einheitlichen Testverfahren ermittelt (eine auf 34°C erwärmte Gliederpuppe wird in einem klimatisierten Raum in den Schlafsack gelegt, hiernach wird ermittelt welche Energiezufuhr erforderlich ist um die Temperatur der 20 verschiedenen Körpersegmente stabil zu halten)

Bei den Temperaturangaben gibt es drei unterschiedliche Angaben:

Komforttemperatur T comfort
Dieser Wert wird für eine "Standard-Frau"(25 Jahre, 60 Kg, 1,60m) berechnet, die gerade noch nicht friert.

Grenztemperatur T limit
Dieser Wert wird für einen "Standard-Mann"(25 Jahre, 70 Kg, 1,73m) berechnet, der gerade noch nicht friert.

Extremtemperatur T extreme
Dieser Wert wird für eine "Standard-Frau"(25 Jahre, 60 Kg, 1,60m) unter starker Kältebelastung berechnet. Hier besteht bereits ein Risiko der Unterkühlung.

Als Orientierungswert beim Schlafsackkauf sollte der erste Wert (Komfortwert T comfort) dienen.

Es gibt noch einen vierten Wert, den Maximalwert (T maximum). Das ist der Temperaturbereich bei dem man anfangen würde im Schlafsack zu schwitzen. Unter normalen Bedingen würde man den Schlafsack öffnen und als Decke benutzen.

Leider ist es nicht möglich eine exakte und für jede Person jederzeit gültige Temperaturangabe anzugeben. Hierfür können die individuellen und situationsbedingten Einflüsse zu stark variieren.

Die folgenden äußeren Gegebenheiten sind neben der Außentemperatur einige Faktoren, die das Wohlbefinden im Schlafsack entscheidend bestimmen:

  • Höhe
  • Wind
  • Luftfeuchtigkeit

Schlafsackunterlage:
  • Isolation nach unten

Schlafbekleidung:
  • Isolation
  • Schnitt

Individuelle Faktoren:
  • allgemeine körperliche Verfassung
  • Geschlecht
  • Psychische Verfassung
  • Erschöpfungsgrad
  • Ernährungszustand
  • Schlafverhalten

 

Die Temperaturangaben auf dem Schlafsack bilden lediglich die Isolation unter bestimmten Bedingungen ab.

Das bedeutet, dass sich nicht jeder und immer bei -6°C wohl fühlt, wenn -6°C als Komfort-Temperatur angegeben sind!

Bei dem direkten Vergleich der Schlafsäcke ist hierdurch hinsichtlich der Temperaturangeben zu berücksichtigen, dass die Hersteller verschiedene Kälteempfindlichkeiten der Kunden voraussetzen. Hier setzt die neue EU-Norm für Schlafsäcke an, die künftig eine Vergleichbarkeit gewährleisten soll.


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In Zusammenarbeit mit Mountain Equipment.