Trekkingrucksäcke
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Einsatzbereich:

Mehrtägige Tagestouren und Trekkingtouren mit viel und auch schwerem Gepäck

Typische Kennzeichen

Volumen ca. 45- 80L; Höhen-verstellbares , anpassbares und stark gepolstertes Tragesystem
2-Kammerpacksack mit Deckelkonstruktion, von oben zu beladen (Toplader)

Wer auf längeren Touren 15kg und mehr transportieren muss, dessen Wahl sollte auf einen Trekkingrucksack fallen. Trekkingrucksäcke verteilen das Gewicht durch ausgefeilte, in sich stabile, aber individuell anpassbare Tragesysteme mit aufwändiger Polsterung optimal zwischen Schultern und  Becken.

Besonderes Augenmerk kommt dabei dem Hüftgurt zu, der das Rucksackgewicht von den Schultern auf das Becken verlagert und dadurch ermüdungsfreieres, mehrstündiges Gehen mit Rucksack auch mit Lasten bis zu 30kg überhaupt erst möglich macht. Erreicht wird dies, indem die Versteifungsstreben des Rucksacks, die meist aus Aluminium, oder auch aus Carbon oder Kunststoff gefertigt sind, sich auf dem Hüftgurt abstützen. Dabei gibt es untereinander und sogar innerhalb der Marken viele Varianten.

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Generell gilt:
Je stabiler ein Hüftgurt gefertigt ist, desto besser ist die Gewichtsverlagerung auf das Becken. Dabei nimmt die Steifigkeit des Hüftgurts in der Regel mit dem Rucksackvolumen, aber auch mit der Preisklasse zu.

Das Tragesystem im Detail
Besonders wichtig für das Ziel der perfekten Lastenverteilung von Trekkingrucksäcken ist, dass die Länge des Tragesystems zur Rückenlänge des Trägers passt:


Ist der Rucksack zu kurz, sitzt der Hüftgurt zu hoch in der weichen Taille, wodurch zur Vermeidung von Durchblutungsstörungen der Hüftgurt gelockert werden muss und das Gewicht wieder über die Schultern getragen wird
Ist der Rucksack zu lang, sitzt der Hüftgurt zu tief, stört dadurch beim Gehen und rutsch zudem vom Becken, wodurch auch hier das Gewicht wieder über die Schultern getragen wird.( evtl. rauslassen weil zu sonst zu lang)

Jeder Trekkingrucksack bietet daher eine Längenverstellung des Tragesystems an, um genau auf die Rückenlänge der Person abgestimmt werden zu können. Dabei gibt es zwei grundlegende Varianten : a) Höhenverstellbarkeit der Schulterträger und/oder b) des Hüftgurts. Das Feintuning geschieht dann durch die Längenverstellung der Schulterträger.

Trekkingrucksäcke sind in der Regel als 2-Kammerrucksack mit Deckel, also als Toplader aufgebaut, d.h. der Rucksack wird von oben beladen und mit einem Deckel verschlossen. Der eigentliche Packsack ist dabei im unteren Drittel mit einem austrennbaren ( wichtig zum Durchladen von z.B. sperrigen Gegenständen ) Zwischenboden in zwei Kammern unterteilt, wobei die untere Kammer, in der meist der Schlafsack oder Klamotten verstaut werden, mit einem eigenen RV direkt zugänglich ist.


Der Deckel wiederum bietet noch ein großzügiges Außenfach für alles, was schnell zur Hand sein muss, und ein Innenfach, in dem Ausweis, Geld und ähnliches gut gesichert verstaut werden kann.


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Typische, sinnvolle Features sind:

Höhenverstellbarer Deckel mit ausziehbarem Schneefang, wodurch das Volumen um bis zu 20L erweitert werden kann
Befestigungsmöglichkeit von Teleskop-Wanderstöcken und Pickel
Seitliche Kompressionsriemen zur Volumenreduzierung bei nicht vollem Rucksack ( Gepäck fixiert und besserer Schwerpunkt, weil näher am Rücken)
Zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten z.B. mit Gummizug an der Front oder am Deckel

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Nice to have:

Zusätzlicher, direkter RV-Zugriff in das Hauptfach, wodurch der Deckel nicht jedes Mal abgenommen werden muss.
Integrierte Regenhülle
Seitliche Balg-Außentaschen, die wenn nicht benötigt flach anliegen, sonst aber bis zu 10L Zusatzvolumen bieten
Trinksystemvorbereitung

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Anpassungstipps:

Vor dem Schultern alle Riemen, d.h. Hüftgurt, Schulterträger und Lageverstellriemen lockern
Rucksack schultern, Hüftgurt mittig auf das Becken setzen und fest anziehen
Jetzt Schulterträger stufenweise anziehen, aber nicht zu stramm, weil sonst das Gewicht wieder zu sehr auf den Schultern lastet
Zum Schluss die Lageverstellriemen an den Schulterträgern und wenn vorhanden am Hüftgurt entsprechend dem Gelände festziehen:
In schwierigem Gelände, wenn enger Sitz des Rucksacks am Rücken notwendig ist, straff ziehen
Bei einfacherem Gelände zur besseren Rückenbelüftung oder auch zum Muskellockern weniger stramm ziehen
Richtig Packen:

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